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IMPRESSUM

Herbert von Halem
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Lindenstraße 19 . 50674 Köln
Fon: 0221 / 92 58 29-0
Fax: 0221 / 92 58 29 29

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Verkehrsnummer: 12542
USt.IdNr: DE 172 714 183

 

 

Neuerscheinungen

Stephan A. Weichert
Die Krise als Medienereignis.
Über den 11. September im deutschen Fernsehen

2006, 468 S., Broschur, 213 x 142 mm
ISBN 3-938258-21-7
ISBN 978-3-938258-21-7

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In keiner anderen Krisensituation hat das Fernsehen eine derart exponierte Schlüsselrolle gespielt wie bei den Live-Übertragungen der tragischen Terroranschläge auf New York und Washington. Indem ein solches Krisenereignis vom ersten Moment an öffentlich bewertet und durch mediale Formgebungen ‚gebändigt’ wird, übernimmt das Fernsehen eine ungeahnte Orientierungsfunktion. Wie aber konstruiert es den Übergang von der Live-Katastrophe zum Medienereignis?

Das Buch wirft einen genaueren, auch für Medienpraktiker interessanten Blick auf das Doppelgesicht des Krisenfernsehens. Einerseits folgt dieses dem offensichtlichen Kalkül einer terroristischen Kommunikationsstrategie, wenn es Attentätern ein mediales Forum bietet und öffentlich Panik verbreitet. Andererseits bietet das Fernsehen Halt und Hilfe, indem es die Zuschauer auf gemeinsame Themen und rituelle Handlungen verpflichtet und damit über einen längeren Zeitraum den Eindruck erweckt, die Krise sei unter Kontrolle.

***

Steffen Burkhardt
Medienskandale.
Zur moralischen Sprengkraft öffentlicher Diskurse

2006, 500 S., Broschur, 213 x 142 mm
ISBN 3-938258-27-6
ISBN 978-3-938258-27-9

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Medienskandale sind publizistische Brandbomben. Aus wissenssoziologischer Perspektive zeigt Steffen Burkhardt, wie Skandale bereits seit über zwei Jahrtausenden aus Gemeinschaften mächtige Gesellschaften formen - und sie wieder zu Fall bringen.

Die Genealogie des Skandals spannt einen Bogen von den religiösen Gemeinden des Altertums bis in die Mediengesellschaft des 21. Jahrhundert. Mit der Erfindung der Massenmedien haben sich Skandale zur gefährlichen Waffe politischer Einflussnahme entwickelt: als Informationsvirus mit revolutionärer Sprengkraft. Die Studie erklärt, wie Medienskandale vermeintliche Missstände hinter den Fassaden der Macht inszenieren und das soziale Selbstverständnis aktualisieren. Auf dem Schlachtplatz öffentlicher Moral streiten Interessengruppen um symbolische Autorität, politischen Einfluss und ökonomische Herrschaft. Doch wie genau kommen Skandale in den Medien zustande? Wie lassen sie sich steuern? Und wie verhindern?

Mit Hilfe von Konstruktivismus, Diskurs-, Narrations- und Systemtheorie analy-siert Burkhardt die Funktionen von Medienskandalen für das kollektiven Differenz- und Identitätsmanagement der Gesellschaft. An prominenten Fällen zeigt er anschaulich die komplexen Diskurse, in denen Journalisten, PR-Berater und Skandalopfer aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport und Medien um öffentliche Inszenierungshoheit kämpfen.

Das Grundlagenwerk schafft die Basis für eine interdisziplinäre Skandalfor-schung, die erstmals auch die journalistischen Produktionsprozesse sowie die Thematisierungs- und Politisierungsstrategien von Skandalen in der Medienöffentlichkeit integriert. Ihre empirische Anwendung hat eine hohe Praxisrelevanz für den Journalismus und die Krisenkommunikation.

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Tilo Hartmann
Die Selektion unterhaltsamer Medienangebote am Beispiel von Computerspielen: Struktur und Ursachen
Unterhaltungsforschung, 4
2006, 210 S., 10 Abb., 5 Tab., Broschur, 213 x 142 mm
ISBN 3-938258-20-9
ISBN 978-3-938258-20-0

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Ob Shooter, Strategie oder Sport – Computerspiele eröffnen eine schier unendliche Welt an Möglichkeiten. Warum aber werden bestimmte Spiele anderen bevorzugt? Was motiviert Menschen überhaupt dazu, Computerspiele zu spielen? Auf hohem theoretischem Niveau setzt sich Tilo Hartmann mit der Frage auseinander, von welchen Wissens-, Kompetenz- und Motivbeständen innere Selektionsprozesse beeinflusst werden. So wird deutlich, dass sowohl individuelle moralische Einstellungen als auch die Reaktionen des sozialen Umfelds einen erheblichen Einfluss darauf haben, welche Computerspiele letztendlich gespielt werden und welche nicht.

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Klaus Sachs-Hombach (Hrsg.)
Bild und Medium.
Kunstgeschichtliche und philosophische Grundlagen der interdisziplinären Bildwissenschaft

2006, Broschur, 213 x 142 mm
ISBN 3-938258-22-5
ISBN 978-3-938258-22-4

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Die intensivierten Bemühungen der letzten Jahre um eine interdisziplinäre Bildwissenschaft haben deutlich werden lassen, dass sich sehr verschiedene Disziplinen anhand ganz unterschiedlicher Methoden und Ansätze mit Bildern auseinandersetzen: So lassen sich neben den derzeitigen Anstrengungen der Kunsthistoriker, ihr Fach als Bildwissenschaft zu betreiben, zahlreiche experimentell ausgerichtete Studien in den Sozialwissenschaften und etliche begrifflichsanalytische Unternehmungen in der Philosophie ausmachen. Die Tatsache, dass die methodischen Standards dieser Fachgebiete merklich voneinander abweichen, hat zuweilen den Eindruck einer Konkurrenz um die wahre Bildwissenschaft begünstigt. Es ist daher in hohem Maße wünschenswert, dass methodologische Überlegungen die systematischen Beziehungen zwischen den Ansätzen klären.

Thematisch an der Frage des medialen Charakters des Bildes orientiert, reflektieren die Beiträge in Bild und Medium insbesondere das Verhältnis von Kunstgeschichte und Bildwissenschaft. Sie zielen
damit, gestützt auf theoretische Erörterungen wie empirische Analysen, auf die Konzeption einer gleichermaßen interdisziplinär verankerten und methodologisch reflektierten Bildwissenschaft ab.

Mit Beiträgen von Horst Bredekamp, Martina Dobbe, Klaus Forster, Gustav Frank, Hans-Dieter Huber, Thomas Knieper, Christiane Kruse, Simone Mahrenholz, Thomas Meder, Hans Ulrich Reck, Klaus Sachs-Hombach, Jörg R. J. Schirra, Pablo Schneider, Stephan Schwan, Steffen Siegel, Jörg Trempler, Hans Jürgen Wulff und Carmen Zahn.

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Jan Pinseler
Fahndungssendungen im deutschsprachigen Fernsehen
Fiktion und Fiktionalisierung, 9
2006, 168 S., Broschur, 213 x 142 mm
ISBN 3-938258-18-7
ISBN 978-3-938258-18-7

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Aktenzeichen xy ... ungelöst ist eine der ältesten und bekanntesten deutschen Fernsehsendungen, die ein auch international erfolgreiches Format begründet hat. Ihre Wirkung beziehen Fahndungssendungen daraus, dass sie tatsächlich stattgefundene Verbrechen zeigen, so wie sie wirklich geschehen sein sollen. Bei näherer Betrachtung wird jedoch deutlich, dass dieser Eindruck von Wirklichkeitstreue von den Sendungen mit hohem Aufwand hergestellt wird. Jan Pinseler untersucht, welche Mittel zur Herstellung von Authentizität Fahndungssendungen verwenden und mit Hilfe welcher Darstellungsmuster Verbrechen hier inszeniert werden.